windmuehleAls auf Fuerteventura im 17. Jahrhundert die erste Windmühle gebaut wurde, gab man ihr wie in Kastilien üblich, woher sie kam, den Namen „Molino“. Die Winde an den Küstenstreifen der Insel wehen stetig, ein guter Grund hier durch Windenergie Nahrungsmittel zu produzieren. Und deshalb sieht man noch heute viele Windmühlen aus früher Zeit. Sie sind außer Betrieb, wurden aber anfänglich dazu verwendet das Getreide zu mahlen für das so berühmte kanarische Gofiomehl. Gofio zählte schon bei den Ureinwohnern der Kanarischen Inseln, den Guanchen, als Hauptnahrungsmittel. Zwei Jahrhunderte lang produzierten die Müller von nun an Gofio in den zweistöckigen Molinos. Dabei mussten sie die Körner bis in die obere Etage der Mühle tragen, wo sich die Mühlsteine befanden. Und weil das sehr mühsam war, gab es im 19. Jh. eine kleine Revolution auf dem Gebiet. Die „Molina“ wurde entwickelt, eine kleinere Windmühle mit nur einem Stockwerk. So wird auf Fuerteventura noch bis heute die größere und ältere Mühle als männliche Molino bezeichnet und die kleinere, jüngere als weibliche Molina. Im „Centro de los Molinos” in Tiscamanita wurde ein Windmühlenmuseum errichtet. Besucher haben die Möglichkeit das Innere der restaurierten weißen Molino zu betreten und sich über die Herstellung von Gofio zu informieren. Weiterhin wird das Wohnhaus des Müllers gezeigt und ein Backofen, der das fertige Mehl gleich zu wohlschmeckenden Produkten verarbeitete. Das „Centro de Interpretación de los Molinos en Tiscamanita” hält seine Pforten außer am Montag und Samstag in der Zeit von 9.30 bis 17.30 Uhr für Besucher offen.