Der Anschluss vom Flughafen ins Hotel lief reibungslos, aber hinter uns saß ein älteres Ehepaar, welches nur am nörgeln war. Alles war so furchtbar, früher war alles viel schöner, die vielen Menschen und der Flug war auch so anstrengend. Am liebsten hätten wir uns umgedreht und gefragt warum sie nicht zu Hause geblieben sind. Wohlwollend nahmen wir zur Kenntnis, dass sie in einer anderen Apartmentanlage untergebracht waren.

Dies war unser erster Besuch auf Gran Canaria.

Wir hatten zu Hause schon ein paar Motorradtouren geplant und eine kleine Apartmentanlage in Maspalomas sollte unser Ausgangsort sein.

Das dieses kleine Eiland so vielfältige Landschaften offenbart, hätten wir nie für möglich gehalten. Wir hatten von der Bezeichnung "Kontinent im Kleinen" gelesen und schon bei unserem ersten Ausflug nach Artenara, wussten wir wie es gemeint war. Der erste Teil der Strecke führte uns durch eine bezaubernde grüne Landschaft. Wie durch einen Schnitt endete die Vegetation. Dafür bot sich uns ein grandioser Ausblick auf Schluchten und Täler. Der Anblick erinnert eher an die Anden. Der gerade für Motorradfahrer schönste Teil war allerdings die Serpentinenstrecke. Wie mit einer Achterbahn, Stück für Stück erklimmt man den Berg. Das schönste Panorama bot sich uns nach passieren der Staumauer. Der Blick in die Schlucht, links der Monolith "Roque Bentaiga" und rechts der "Roque Nublo" boten ein unbeschreibliches Postkartenpanorama. Weiter in Serpentinen führte uns die Strecke hinauf ins Bergland. Wieder wechselte die Vegetation. Wir fuhren vorbei an malerischen Terrassenfeldern. Die zahlreichen Mandelbäume, welche teilweise die Straße säumten, hätten wir gerne in ihrer Blüte erlebt.

In einer Höhe von über 1000 Metern wandelt sich wieder die Landschaft. Wir fuhren durch einen herrlich duftenden Kiefernwald. Kurz danach erreichten wir Artenara mit seinen Höhlenwohnungen.

Natürlich führten wir noch ein paar andere Touren durch z.B. ins kleine Städtchen Tejeda oder einmal direkt zum "Roque Nublo". Dies waren die Highlights unserer Reise.

Wer seinen Urlaub auf Gran Canaria nur am Strand oder in den Touristenorten verbringt, wird niemals den eigentlichen Reiz dieser kleinen Insel erfahren. Dieses abwechslungsreiche, wunderschöne Hinterland brachte uns immer wieder zum Staunen über die Vielfalt der Natur auf so kleinem Raum.

Maspalomas war für uns der ideale Ausgangsort für Tages-oder Halbtagesausflüge mit dem Motorrad.

Natürlich genossen wir auch das aufregende Nachtleben und das Angebot an Wassersportmöglichkeiten. Aber spätestens jeden zweiten Tag zog es uns wieder in die Bergwelt.

Auf jeden Fall möchten wir wiederkommen. Noch haben wir nicht alles erkundet.